29. Schorndorfer Orgel-September in der Stadtkirche: Orgel trifft …

„Orgel trifft …“ ist das gemeinsame Motto der drei diesjährigen September-Konzerte. Schon die Überschrift deutet daraufhin, dass von der Orgel, dem „Instrument des Jahres 2021“, ungewöhnliche Literatur zu erwarten ist.

Beim ersten Konzert am Sonntag, 12. September 2021, trifft Orgel auf Oper. Verena Zahn spielt Orgelfassungen folgender Opernstücke: die Carmen-Phantasie von George Bizet, das Vorspiel zu Richard Wagners „Lohengrin“, Triumphchor und Grand March aus „Aida“ von Guiseppe Verdi und die Abendsegen-Fantasie aus „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. Das gewichtigste und anspruchsvollste Stück des Abends ist ein Originalwerk aus der Feder von Franz Liszt: die Fantasie und Fuge über den Choral „Ad nos, ad salutarem undam“ (deutsch: „Zu uns, zur rettenden Woge“). Besagter Choral ist kein überliefertes  Kirchenlied, sondern eine Melodie aus der Oper „Le Prophète“ des französischen Komponisten Giacomo Meyerbeer. Liszts Orgelwerk wurde 1855 uraufgeführt im Rahmen des Einweihungskonzertes der neuen Orgel im Merseburger Dom, das europaweit ein überwältigendes Presseecho ausgelöst hat.

Die Organistin Verena Zahn begann 1997 ihr Studium an der Hochschule für Kirchenmusik in Esslingen/Tübingen. Nach dem B-Diplom folgte ein einjähriges Auslandsstudium in Paris, das sie mit einem „Premier prix d´excellence à l’uninamitié“ abschloss. Danach setzte sie ihre kirchenmusikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main bei Prof. Daniel Roth und Prof. Martin Lücker fort und absolvierte dort das A-Diplom. Ebenfalls in Frankfurt/Main rundete sie ihre Ausbildung mit einem künstlerischen Aufbaustudium im Fach Orgel ab. Von Oktober 2001 bis September 2002 absolvierte sie ihr kirchenmusikalisches Praktikum im Schorndorfer Bezirkskantorat bei Hannelore Hinderer. Sie besuchte Meisterkurse für Orgelliteratur u.a. bei M. C. Alain, G. Bovet, P. Planyawsky, E. Kooiman, J. Laukvik sowie für Orgelimprovisation bei L. Maillé, A. Bondenman und W. Seifen. Es folgten Konzerte in Deutschland, in der Schweiz und in Frankreich. 2007 wurde sie Preisträgerin beim „Internationalen Orgelwettbewerb um den Bachpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden“.

Von 2004 – 2014 hatte sie die Stelle als Kantorin in Bad Schwalbach inne. Seither ist sie freiberuflich als Musikerin tätig.

Am Sonntag, 19. September, trifft Orgel auf Tanz: Hannelore Hinderer (Orgel) spielt zusammen mit dem Tango-Ensemble „faux pas“ aus Hildesheim Tango-Arrangements von Astor Piazolla, Martín Palmerí und Igor Strawinsky. Außerdem erklingen zwei Tänze für Orgel solo: Tango und Fandango der holländischen Komponistin Margaretha Christina de Jong (*1961).

Am 26. September wird die Stadtkirche zum Orgel-Kino. Der vielfach ausgezeichnete Spezialist seines Fachs, Peter Schleicher, improvisiert live auf der Bornefeld-Orgel zum Fritz-Lang-Stummfilm-Klassiker „Der müde Tod“, der auf der großen Leinwand gezeigt wird.

Alle Konzerte beginnen um 19:30 Uhr.

Veranstalter ist das Evangelische Bezirkskantorat Schorndorf. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich! Bedingung für den Einlass ist (nach jetzigem Stand) ein tagesaktueller negativer Corona-Test, ein Impfnachweis oder ein Genesungsnachweis. Während des gesamten Konzerts muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Es empfiehlt sich, frühzeitig da zu sein, da coronabedingt die Anzahl der Sitzplätze reduziert ist.

Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende für die Konzertreihe in der Stadtkirche gebeten.